Freiwillige erzählen…

Durch meine soziale Tätigkeit bin ich gelassener und zufriedener

Alfred Schwarz ist Fahrdienstleiter bei den ÖBB, seit 2016 ist er zusätzlich freiwillig im Haus Franziskus der Caritas Salzburg tätig. Lesen Sie warum er sich freiwillig engagiert, warum ihn das glücklich macht und welche wertvollen Erfahrungen er durch seinen Einsatz für benachteiligte Menschen sammeln konnte.

Im Haus Franziskus arbeite ich seit November 2016. Zuvor half ich in verschiedenen Notschlafstellen in Salzburg. Meine Tätigkeit im Haus Franziskus ist der „Schlafende Nachtdienst“ zur Unterstützung des Nachtdienstmitarbeiters der Caritas. Abends gibt es Arbeiten in der Küche, ev. Essen ausgeben für verspätete Gäste und Vorbereitungen für das Frühstück. Morgens ist es manchmal hektisch. Die Gäste (bis zu 86 Personen) sollten bis 8:00 Uhr das Haus verlassen haben und die Küche muss in ordentlichem Zustand hinterlassen werden

Warum ich mich freiwillig engagiere?

Ich möchte in meiner Freizeit etwas Sinnvolles für andere Menschen machen. Ich möchte Menschen, die in Not sind, dabei unterstützen  ihre Ausnahmesituation zu überbrücken. Auch in der Flüchtlingsbegleitung bin ich bis heute noch aktiv, insbesondere da 2015 die ersten Flüchtlinge in meiner Heimatgemeinde Lengau (OÖ) eingetroffen sind.

Das Besondere sind die Begegnungen mit den vielen verschiedenen Menschen aus der ganzen Welt

Oft staune ich über die Sprachkenntnisse und Fähigkeiten der Gäste. Besonders beeindruckend für mich ist jedoch die Lebensfreude, die manche unserer Bewohner trotz ihrer Notlage immer noch ausstrahlen. Es ist schon eine große Vielfalt an Gefühlen auf engstem Raum vorhanden. Auch die Zusammenarbeit mit dem gesamten jungen Team vom Haus Franziskus macht Freude.

Durch meine soziale Tätigkeit bin ich gelassener und zufriedener. Viele Leute jammern sofort fürchterlich über kleine Schwierigkeiten. Da denke ich mir, das sind oft Luxusprobleme. Ein wirkliches Problem z.B. ist es, wenn ich morgens erwache und ich nicht weiß, wo ich am Abend schlafen werde. Durch den Umgang mit den vielen verschiedenen Menschen lerne ich privat und beruflich ein besseres Konfliktmanagement. Zuhören, nachdenken, Tempo herausnehmen, kleine Enttäuschungen akzeptieren.

Es gibt unzählige Möglichkeiten sich zu engagieren, manchmal tut sich in unmittelbarer Nachbarschaft etwas auf, wo man helfen kann. Freiwillige Tätigkeit macht glücklich!

Sie wollen sich engagieren? Finden Sie die Engagementmöglichkeit die zu Ihnen passt in unserer Freiwilligenbörse

Alfred Schwarz Fahrdienstleiter/ÖBB

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