15. Juli 2022

„Es gibt mir Kraft, wenn ich mit netten Leuten zusammen bin und gute Gespräche führen kann“ – Word-Rap mit Maria Leymüller.

Maria engagiert sich seit ihrer Pensionierung beim Besuchsdienst für Senior*innen vom Diakoniewerk und betreut einen 94-jährigen Herrn im Pflegeheim. Bis zu seiner verletzungsbedingten Mobilitätseinschränkung unternahmen die beiden ausgedehnte Spaziergänge und Museums-besuche, die oft bei gegrillten Calamari in einer Salzburger Trattoria ihren Ausklang fanden. Nun werden digitale Medien genutzt, um sich regelmäßig über Erlebnisse aus vergangenen Zeiten und aktuelle Literatur auszutauschen. Im Rahmen der Zertifikatsübergabe erzählt uns die Absolventin des Werkzeugkoffer für Freiwillige über ihr Engagement.

 

Als Kind wollte ich … irgendwann einmal in den Kongo, um Sozialhilfe zu leisten.

Mein Lebensmotto ist … ich bin den Dingen gegenüber immer positiv eingestellt.                                 

Ich kam auf die Idee Freiwilligenarbeit zu leisten … während ich meinen Mann gepflegt hatte. Ich dachte mir damals, wenn ich in Pension bin und mein Mann nicht mehr am Leben ist, werde ich mir eine freiwillige Betätigung suchen. Geworden ist es der Besuchsdienst für Senior*innen vom Diakoniewerk.

Herr B. (Betreuter) erzählt mir besonders häufig … von der Vergangenheit. Er ist sehr belesen und wir haben eine gute Gesprächsbasis. Herr B. hört sehr schlecht und daher kommunizieren wir viel – trotz seines hohen Alters – über den Computer.

Wenn ich etwas verändern könnte … dann möchte ich, dass es nicht mehr so viel Neid in unserer Gesellschaft gibt.

Kraft gibt es mir … wenn mich die Menschen so annehmen, wie ich bin.

Herr B. (Betreuter) schätzt mein Engagement, weil … wir uns sehr gut verstehen.

Mein schönstes Erlebnis bei der Freiwilligenarbeit war … mein Besuch bei Herrn B. nach dem ersten Lockdown. Wie er mich nach so langer Zeit wieder gesehen hat, hat er richtig gestrahlt.

Mein Lieblingsmodul aus dem Werkzeugkoffer war … Gewaltfreie Kommunikation. Ich war positiv überrascht von den Inhalten.

In fünf bis zehn Jahren wünsche ich mir … dass ich nach wie vor gesund bin und mein Leben genießen kann.

Solidarität bedeutet für mich … dass wir füreinander da sind.

 

Sind auch Sie interessiert an freiwilligem Engagement? Stöbern Sie gerne auf unserer Freiwilligenbörse nach aktuellen Einsatzmöglichkeiten, die Ihren Interessen und Talenten entsprechen.

 

Fotonachweis: Josef Blaschko