Freiwilligenzentrum gratuliert sechs neuen Freiwilligenkoordinatorinnen!

Nach insgesamt 8 Monaten war es am 24. Jänner 2020 soweit: Insgesamt sechs Teilnehmerinnen des Lehrganges für Freiwilligenkoordinatorinnen erhielten ihr Abschlusszertifikat. In 10 Modulen unterrichteten erfahrene Trainerinnen und Trainer wertvolles Basis-Know-how rund um Freiwilligenarbeit.

 

Geförderter Lehrgang für Weiterbildung in der formellen Freiwilligenarbeit

Um passende Freiwillige zu gewinnen und sie gut in jeweilige Organisationsstrukturen einzubinden, braucht es professionelle Koordination und Begleitung. Aber auch persönliche Führungsqualitäten, fachliche Kenntnisse sowie Wissen rund um organisatorische und rechtliche Rahmenbedingungen sind eine notwendige Basis für formelle Freiwilligenarbeit. Das Freiwilligenzentrum Salzburg hat deshalb im Mai 2019 den neuen Lehrgang „Zertifizierte/r Freiwilligenkoordinator/in“, gefördert vom Bildungs- und Sozialministerium, gestartet. Zielgruppen waren Personen, die mit der Koordinierung von Freiwilligen im Sozial- und Gesundheitswesen, aber auch im Kultur- und Bildungsbereich betraut sind.

 

Umfassende Inhalte und relevantes Basis-Wissen für Freiwilligenkoordination

Im Vordergrund des Lehrgangs stand eine interaktive Lehr- und Lernatmosphäre mit viel Praxisbezug, erfahrene Trainerinnen und Trainer unterrichteten in ihren jeweiligen Fachgebieten insgesamt 9 Teilnehmerinnen und Teilnehmer rund um die Themen:

  • Allgemeine Grundlagen der Freiwilligenarbeit, Aufgaben und Ziele der Freiwilligenkoordination
  • Selbstmanagement
  • Gewinnung von Freiwilligen: Öffentlichkeitsarbeit und Public Affairs
  • Rechtliche Rahmenbedingungen in der Freiwilligenarbeit in Österreich
  • Best practice live: Freiwilligenarbeit in der Gemeinde Leogang
  • Praxisorientierung: Planung und Umsetzung von fachspezifischen Projekten
  • Begleitung und Bindung von Freiwilligen und Kompetenznachweis
  • Leadership: Führung von Freiwilligen und Teamführung
  • Kommunikation mit Freiwilligen: Gesprächsführung, Konfliktmanagement und Partizipation
  • Grundlagen des Eventmanagements
  • Interkulturelle Kompetenz in der Freiwilligenarbeit in Theorie und Praxis

 

Individuelle Abschlussprojekte zeigen Vielfalt der Freiwilligenarbeit

Wichtiger Teil des Lehrgangs waren Planung, Durchführung und Beschreibung eines Projektes, in dem sich die Lehrgangsinhalte der einzelnen Module wiederfinden. Diese Abschlussprojekte mussten außerdem für die Freiwilligenarbeit im jeweils eigenen Wirkungsbereich konzipiert sein.

Dementsprechend vielfältig waren die Themen und dargestellten Projekte:

  • Verein Helft UNS helfen, Uli Leitinger: „Zelte retten auf Festivals für Flüchtlinge auf der Balkanroute“
  • Diakoniewerk Salzburg Sprachtraining & Integrationshilfe, Sabrina Reiter: „Online Sprachtraining für B1 Niveau“
  • Hilfswerk Salzburg, Vreugdenhil Odette: „Konzepterneuerung LERN.TREFF Stadtwerk“
  • Verein JoJo – Kindheit im Schatten, Heidemarie Eher: „Gemeinsam wachsen – ein waldpädagogischer Ausflug für und mit Kindern psychisch erkrankter Eltern, ihren Familien und Pat*innen“
  • Gaby Krasemann (selbstständig): „Culture : cooking Organisation einer Auftaktveranstaltung für Internationales Kochen in Villach“
  • Diakonie Salzburg, Freiwilligenkoordinatorin und -beraterin der Integrationshilfe, Agnes Schmatzberger: „Frauen-Picknick Miteinander essen – Einander begegnen“

 

Verleihung der Urkunden als Zeichen für erfolgreichen Abschluss

Nach dem Einreichen der schriftlichen Abschlussarbeit und der Präsentation ihrer Projekte erhielten sechs Teilnehmerinnen ihre Urkunden – und dürfen sich ab sofort „Zertifizierte Freiwilligenkoordinatorin“ nennen (auf der Treppe, v.l.n.r.): Uli Leitinger, Sabrina Reiter, Vreugdenhil Odette, Heidemarie Eher, Gaby Krasemann, Agnes Schmatzberger. Die Leiterin des Freiwilligenzentrums, Birgit Obermann (links im Bild) und der Obmann des Vereins, Hermann Hagleitner (rechts im Bild) übergaben die Urkunden und freuten sich mit den Absolventinnen.

Der nächste Lehrgang „Zertifizierte/r Freiwilligenkoordinator/in“ (gefördert vom Bildungs- und Sozialministerium) wird voraussichtlich im Frühling 2021 starten.

Gefördert von: